Der geheimnisvolle Maharadscha Teil 2


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Als sie an der Bushaltestelle „Am Albrichtsberg“ angelangt waren, stellte Dieter seinen Koffer ab und setzte sich darauf. Er nahm eine kleine Mappe aus der Hemd Tasche, in der die Busfahrpläne, die Busfahrkarten, die Zugfahrpläne, die Bahnkarten, sowie die Flugtickets für hin und Rückflug eingeordnet waren. Außerdem war ein von Hand geschriebener Zettel darinnen, wann sie welches Transportmittel benützen müssen, und wo Zwischenstops waren. Er überprüfte ob er alles eingesteckt hatte. Nach 2 Minuten kam der Bus scharf um die Kurve gebogen und zog die Bremse, als er sah, dass drei Personen an der Haltestelle standen. Dieter entnahm die Fahrkarten undverteilte sie. Der Busfahrer öffnete die Tür und begrüßte sie beim Einsteigen freundlich. Ein junger Mann half ihnen die schweren Koffer in den Bus zu bringen. Sie bedankten sich und schleppten die Sachen weiter nach hinten. Während der Busfahrt quatschten sie noch über die Reise und sonstige Dinge. „Was denkst du denn wann wir in Neu Delhi ankommen werden?“, fragte Nik. „So um fünf morgens entgegnete Dieter, weil: 6 Stunden Zeitunterschied nach vorne, also entgegen die Sonne und zirka 12 Stunden Flug, macht: Morgens halb

6“ „Hast du auch einen Zwischenstop einkalkuliert?“, fragte Nik. „Ja, wir werden in Riyadh, der Saudi arabischen Hauptstadt eine Zwischenlandung machen. Ich hab mich erkundigt, vom Aufenrhaltsraum hat man ein herrliches Panorama.“ Nik überprüfte, ob er sein Geld eingesteckt hatte und meinte „Wir dürfen nicht vergessen, unserer Oma eine Karte zu schicken!“ „Ja, letztes Jahr hätten wir es fast vergessen.“, entgegnete Tony.

Kurze Zeit später hielten sie in Kaiserslautern am Bahnhof. Als Dieter aufstand um auszusteigen öffnete sich gerade die Tür und der Mann von vorhin half ihnen die Koffer wieder nach draußen zu schleppen. Er stieg ebenfalls hier aus. Dieter stieß die große Schwingtür des Bahnhofgebäudes auf und stellte seinen Koffer daran, bis Nik und Tony hereingekommen waren.

Sie warteten sie noch Zirka eine halbe Stunde bis sie zu Gleis 3 gingen. Die drei Freunde setzten sich in das Bahnhofsrestaurant, tranken einen Kaffee und Dieter kaufte sich eine Zeitung. „Hier, in der Welt steht, „Gute Aussichten für die nächsten 8 Wochen. Wer in Indien ist, kann sich selig schätzen.“ „Na dann werden wir, wie immer, wieder einmal Glück haben mit dem Wetter.“ schlürfte Nik, der den Kaffee ein wenig zu schwach fand. Tony las in einem Automagazin und Nik rieb an seinen Uhr herum, da es darunter etwas juckte.

Kurz darauf bezahlten sie, nahmen ihr Gepäck und begaben sich zu Gleis 3. Sie setzten sich auf eine Bank, die direkt neben Gleis 3 lag und stellten ihre Koffer und Taschen vor sich ab. vor sich ab. „Puh! ich frag mich, was an dem Koffer nur so schwer ist!“, stöhnte Tony. „Vielleicht die vielen Colabüchsen.“ sagte Dieter höhnisch. „Ha, ha, ha! Sehr witzig.“ gab Tony zurück. Nach 5 Minuten kündigte der Bahnhofssprecher an: “Meine Damen und Herren, auf Gleis 3 fährt ein, der Inter City Express nach Frankfurt am Main. Achtung, bei der Einfahrt bitte von der Bahnsteigkante zurücktreten. Dort haben sie folgende Anschlussmöglichkeiten: Gleis 1 der Inter Regio Express nach Hamburg Abfahrt 13:32, der Inter City Express Richtung Berlin Abfahrt 13:39 sowie der Inter Regio Express nach Bonn Abfahrt 13:52.“ Der Zug hielt mit lautem quietschen und Funkenflug an den Rädern genau vor unseren drei Freunden. Nachdem sie eingestiegen waren suchten sie sich ihre reservierten Plätze heraus. Sie hatten ein extra Abteil in der 1. Klasse. Der Zug war sehr voll und das hatten sie befürchtet. Deshalb hatte Dieter das Abteil für sie am Bahnschalter letzte Woche reservieren lassen. Kurz darauf fuhren sie auch schon los. Tony winkte dem freundlichen Herrn, der ihnen am Bus geholfen hatte zum Abschied. Dieser erwiderte den Gruß.

„Ich denke, dass wir in zirka ein einvirtel Stunden in Frankfurt ankommen werden.“, sagte Dieter der seine Nase kurze Zeit in die Reiseplanung gesteckt hatte und eine der Thermosflaschen geöffnet hatte. Er goß den Tee in den Becher, nahm einen großen Schluck daraus und fragte: „Will noch jemand etwas trinken?“ „Nein danke!“, erwiderte Nik. „Du, Tony?“ Nein, ich habe im Moment keinen Durst, später vielleicht.“ Dieter zuckte mit den Achseln, trank den Becher aus, verschloss die Kanne wieder und schraubte den Becher darauf. Er stellte sie auf einen freien Platz auf dem Tisch. Dann machten sie es sich bequem und beschäftigten sich derweil. Nik hatte sich Lesestoff mitgenommen, ein spannender Kriminalroman mit dem Titel: Schrei in der Nacht von Mary Higgins Clark. Er schaffte es auf über 50 Seiten während der Bahnfahrt. Tony hörte Walkman, irgend eine Rappermusik, die Nik beim lesen störte, und Dieter schlief. Nach einer Viertel Stunde wurde die Abteiltür aufgerissen und ein korpulenter Mann mit einer Lesebrille auf der Nase kam in des Abteil: der Schaffner. Nik weckte Dieter, damit er die Fahrscheine dem Schaffner zum abknipsen geben konnte. „Hier, bitte!“, gähnte Dieter, der sehr müde war. Der Schaffner gab Dieter die Fahrscheine zurück und sagte „Noch eine angenehme Fahrt, Herr Bozeman!“ „Danke.“ rief Tony ihm hinterher. Nik musste kichern. Dieter versuchte wieder einzuschlafen, was ihm aber nicht gelang. Nik hatte den Faden verloren und musste deswegen die letzte Seite noch einmal nachlesen. Die Bahnfahrt kam den drei Freunden endlos lange vor, obwohl die Fahrtzeit nur etwas mehr als eine Stunde betrug. Vielleicht waren es die Zwischenstops, die zwar nicht lange dauerten aber dafür nicht gerade wenig waren. Nik las in seinem Buch weiter, Tony hörte auf Zimmerlautstärke Musik und Dieter aß erst einmal etwas. „Und, wie ist dein Buch?“, fragte er Nik beiläufig. „Hm, spannend.“ murmelte dieser, legte das Buch zur Seite und packte ebenfalls sein Brötchen aus. Dieter schenkte ihm etwas Tee ein. Nik bedankte sich und trank den Becher leer. Danach lehnte er sich zurück, schlug sein Buch auf, legte das Lesezeichen zur Seite und las weiter. Er hoffte, dass er noch einige Seiten schaffe, bis sie in Frankfurt ankommen würden. Plötzlich öffnete sich die Abteiltür und eine junge Dame steckte ihren Kopf herein. „Oh, entschuldigen sie, ich habe mich in der Tür geirrt. Bitte entschuldigen sie vielmals.“ „Schon geschehen, das kann doch jedem einmal passieren!“, erwiderte Nik. Er lehnte sich wider zurück, und las weiter.


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