Ein Lebenszeichen

Ja, er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch. Ja, er lebt noch, er lebt noch, stirbt nicht.

Zumindest hat er es in nächster Zeit nicht vor. Der Inhaber dieses Blogs. Also Ich.

Ja, in der Tat, es gibt mich noch, auch wenn Ich nun seit 15 Monaten keinen ordentlichen Beitrag mehr hier veröffentlicht habe.

Was ist passiert in der Zwischenzeit? Nunja, nicht viel. Das ist ja gerade das Problem. In meinem Leben ist eben leider nicht wirklich viel los. 

Ich habe mir nun schon längere Zeit Gedanken gemacht dass Ich hier auf meinem Blog mal wieder was veröffentlichen sollte und hab mir nun heute endlich einen Ruck gegeben um das mal anzugehen. In die Zeit seit meinem letzten Post sind zwei Besuche meiner Mutter in Dresden gefallen, einer im Sommer und einer über Weihnachten, ausserdem war Ich über den Monatswechsel Januar / Februar an meinem Geburtstag in Kaiserslautern. 

Die grösste Veränderung ist aber eindeutig, dass Ich jetzt ein Auto habe!

Ja! Ein Töff Töff, mein Mööp Mööp, mein eigenes Brumm Brumm! Jipppieeijey!

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Das ist in der Tat eine grosse Veränderung und mit das beste was mir seit meinem Umzug 2014 passiert ist. Opa hat ein paar Moneten locker gemacht so dass Ich mir endlich einen fahrbaren Untersatz leisten konnte! Meine Güte, das ist nun auch schon wieder 11 Monate her. Das ist gelebte Freiheit! Ich liebe es in meinem 2006er Polo 9n3 durch die Gegend zu fahren! 

Vor allem der Arbeitsweg ist nun ein Klacks im Gegensatz zu vorher. Statt um z. B. in der Spätschicht um 8:15 aus dem Haus zu gehen um 9:30 auf der Arbeit zu sein kann Ich nun um 9:00 losfahren, bzw. in der Frühschicht reicht es zu um 7:00 loszufahren um um 7:30 auf der Arbeit zu sein, statt vorher 6:30. Auch der Heimweg ist deutlich kürzer. Und: Ich muss nicht mehr einen Kilometer den Berg rauf bzw. runter laufen um von der Haltestelle an meine Arbeitsstelle zu kommen bzw. umgekehrt. Das war ja immer eine Tortur.

Natürlich hat das ganze auch Nachteile: Meine eh nicht so wirklich vorhandene Fitness hat darunter weiter gelitten. Als das Auto letztens in der Werkstatt war (oh, jeh, auch so ein Thema! Dazu später mehr.) musste Ich ein paar Tage mit dem Bus fahren. Ich musste feststellen dass es mir sichtlich schwer fiel 5 oder 10 Minuten an der Haltestelle stehen zu müssen und nicht sitzen zu können. Mir taten die Beine und die Füsse weh. Auch der Kilometer den Ich von der Haltestelle zur Arbeit laufen musste machte mir sehr zu schaffen. Da ist einfach die Luft raus. Ja, und zugenommen hab Ich natürlich auch wieder. Knapp 160 KG hab Ich nun auf den Rippen bei Ich glaube 168 cm!

Die mangelnde Bewegung und mieses, kalorienreiches (Dosen- und Tiefkühl-) Essen plus andauernd zu McDonalds (weils nun mit dem Auto so gut erreichbar ist und auf dem Weg zur Arbeit liegt) tun Ihr bestes um mich kaputt zu kriegen!

Ja, Stichwort McDonalds: Da hab Ich mir nun eine Nulldiät verpasst was das angeht da Ich die Tage festgestellt habe dass Ich dieses Jahr schon 350 € für Fastfood und Döner ausgegeben habe! Wahnsinn!

Auch so muss Ich zusehen dass Ich mit meinem Geld ein wenig besser haushalte. Was hatte Ich für eine Wut als Ich merkte dass meine ganzen Kollegen dieses Jahr alle schön in Urlaub fuhren und Ich mir keinen Urlaub leisten kann! Ganz zu schweigen von der Renovierung meiner Bude. Ach ja, mein Mitbewohner ist endlich ausgezogen. Aber dazu auch später mehr. Ja, aber an was lag das dass Ich mir keinen Urlaub leisten kann? Ganz einfach: Zu viele Ausgaben für Scheiß! 200 € von Januar bis Juli für ein Online-Porno-Dings, 120 € für Lotto (natürlich nix gewonnen), 470 € für “Sachen aus dem Unterhaltungselektronikmarkt” also z. B. neue Lautsprecher für die anderen Zimmer und noch so einiges anderes an Zeugs an das Ich mich gar nicht mehr erinnern kann. Dazu knapp 100 € für Döner usw. Alleine das sind schon knapp 900 €! Da kann man einen schönen Urlaub von machen!

Ja, was aber im Moment, bzw, im Moment noch nicht aber ab nächsten Monat dann, 15 Löhne lang auf mein Budget drückt ist ein Kredit den Ich aufnehmen musste um mein Auto durch den TÜV zu kriegen. 1200 € hat das ganze gekostet. Es brauchte neue Bremsschläuche und Bremsscheiben, die Handbremse bremste nicht genug, ein Spiegel war kaputt, es war Wasser im Rücklicht, Ich brauchte zwei neue Schwingungsdämpfer, einen komplett neuen Auspuff, neue Bremsklötze, usw. So eine Scheiße! Ich bin aus allen Wolken gefallen und war am Boden zerstört als Ich den Anruf aus der Werkstatt bekam.

Mama konnte mir das Geld zum Glück vorschießen, bis mir meine Bank einen Kredit bewilligt hat. Auch wieder Geld das mir nun jeden Monat fehlt. Und bis Januar muss Ich noch 600 € für die Autoversicherung zusammen kriegen die mich am letzten Jahreswechsel auch kalt erwischt hatte (Ich hatte es schlicht und einfach vergessen). Auch hier musste Mama einspringen. Ich hasse sowas. 

Nunja, wie gesagt, jetzt muss der Gürtel eben mal massiv enger geschnallt werden, diese ganze Scheiß-Ausgaben wie McDonalds, Pornos usw. sind dann eben erst mal gestrichen! Und wenn Ich das durchhalte bis nächstes Jahr im Oktober, bis die letzte Rate meines Kredites fällig wird, hab Ich vielleicht das eine oder andere dazugelernt. Eben dass man sein Geld nicht mehr einfach so sorglos wie früher, als man noch kein Auto hatte (von dem man mittlerweile ja gesundheitlich wie oben beschrieben ziemlich abhängig ist) für Scheiß aus dem Fenster werfen kann. Ach ja, Ich hab auch einen neuen Aufkleber für mein Auto: 

BILD: AUFKLEBER NO FASTFOOD IM AUTO

Hier sollten Sie ein Foto sehen. Da Sie es nicht sehen können habe Ich vergessen es zu machen. Sollte aber noch kommen.

Vielleicht hilfts ja…

Das witzige, oder besser gesagt traurige ist ja, dass Ich eigentlich genau weiss wo mein Geld hingeht. Als Ich vor einigen Jahren, Ich wohnte schon in Dresden, mal merkte dass Ich in einem Monat 400 € an Bargeld ausgegeben habe und nicht mehr wusste wofür habe Ich angefangen ein Haushaltsbuch zu führen in dem jeder Cent den Ich ausgebe festgehalten wird. In über 80 Ausgabenkategorien werden hier die Geldflüsse abgebildet. Von Büchern und CDs bzw. Filmen, über Autowerkstatt, Bäckerei, Baumarkt, Fastfood, Bußgelder, Essen gehen, Döner, Strom, ÖPNV, Online Bestellungen, Einkaufen, Eis essen, Lieferservice (Essen), Geschenke, GEZ, Haushaltsgeräte, Ikea, Imbiss, KFZ Versicherung, Kino, Kleidung, Lotto, Massengeschmack.tv, Miete, Porto, Bankgebühren, Subway (Sandwiches), Tanken, Handy & DSL, Gewerkschaft, bis zu Zeitschriften um nur mal die wichtigsten zu nennen. 

Mit dieser genauen Übersicht weiss man eigentlich immer wo welches Geld hingeht. Man sollte es eben dann auch schlau einsetzen dieses Wissen…

Ja, was auch gestiegen ist sind meine Mietkosten seit letzten November. ENDLICH! Endlich bin Ich meinen Mitbewohner los! Das waren drei ein viertel schlimme Jahre (auch wenn er von Jan. – Nov. 2018 kaum noch hier war und nur bei seiner Freundin wohnte). Immer dieser Gestank von kaltem Rauch, Dreck und angegammelten Essensresten, gemischt mit Käsefüßen der da aus seinem Zimmer waberte sobald man die Tür öffnete! Wäh! Leider dauerte es bis Mitte Januar dass er seine restlichen Habseligkeiten nicht abholte sondern durch seinen ehemals-Stiefvater der hier in Dresden wohnt (seine restliche Familie lebt in Berlin) abholen liess. So ein fauler Sack! Der erszählte mir später dann noch dass er Ihm die Sachen vor die Haustür der neuen Wohnung gestellt habe und er noch gemeckert hätte weil er das nun alles selber hoch in seine neue Wohnung tragen musste. Oh jeh…

Ich musste, da Ich damit gerechnet hatte dass er im November nicht nur die Mietzahlungen einstellt, sondern auch seinen Krempel abholt, seine ganzen Sachen dann in dem Zimmer auf die Seite stellen, da meine Mutter sich über die Weihnachtsfeiertage in dem Zimmer einquartierte. Ich will daraus nach und nach ein Gäste- / Wohnzimmer machen. Dann kann Mama öfter mal kommen und braucht keine Ferienwohnung zu zahlen. Peter, der mittlerweile in Baden Württemberg wohnt, hatte hier auch mal übernachtet als er auf Besuch war. Langfristig will Ich da renovieren, noch ein Sofa reinstellen, einen Computer an den Ich einen grossen Fernseher anschliesen kann (Ich habe keinen Fernsehanschluss und will auch keinen) und einen ordentlichen Tisch mit Stühlen. So kann man den Raum dann als vollwertiges Gästezimmer nutzen und auch als Wohnzimmer mit schön grossem Fernseher. Im Moment schaue Ich ja meine Filme immer nur im Bett am 19 Zöller. 

Ja, aber das sind eben auch alles Sachen die Geld kosten. Und das muss man erst mal haben…

Zum Glück läuft es auf der Arbeit ganz gut. Ich habe im letzten Herbst intern in der Firma die Stelle gewechselt, bin vom “Frontoffice” also der Abteilung die die Kundenanfragen entgegennimmt und verteilt, ins “Backoffice” gewechselt, also in die Abteilung die diese Anfragen dann bearbeitet. Das macht mir viel Spaß! Klar, die Arbeit ist komplizierter, es gab einige Schwierigkeiten wegen meiner verminderten Merkfähigkeit, aber mittlerweile habe Ich Mittel und Wege gefunden das zu überbrücken. Ich habe mir sehr detaillierte Arbeitsabläufe geschrieben und habe das nun im Griff. Ich glaube Ich wäre wirklich froh, wenn mich diese Firma mal in Rente schickt und Ich mir in diesem Leben nicht noch einmal eine neue Arbeit suchen müsste…..

Was mir in den letzten Monaten seit Peter weggezogen ist dann aber doch aufgefallen ist dass Ich es doch ein wenig bedauere keine Freunde zu haben hier in Dresden. Ich hatte da ja mal den einen oder anderen Versuch gewagt in so einem “Treff”, doch das waren alles nicht so wirklich Leute auf meinem intellektuellen Niveau. Auch aus der Arbeit haben sich keine Kontakte ergeben die ins private reichen würden. Schade. IMMER alleine zu sein ist auf die Dauer auch Mist. Nur woher die Freunde nehmen und nicht stehlen? Verein (welcher?), Disco (NEIN DANKE!), Kneipe (Na ja…)…..

Ich hatte ja in der Tat mal eine Kleinanzeige im Netz geschaltet: “Suche jemd. für Freizeitbeschäftigung”. Der einzige der sich gemeldet hatte war ein Typ der fragte ob wir mal was zusammen machen könnten, seine thailändische Freundin würde sicher auch gerne mal bei mir übernachten! O M G !

Was mir auch fehlt ist, jetzt mit Auto mehr denn je, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Die meisten Wochenenden komme Ich freitags Abends nach Hause und verlasse das Haus erst Montag Früh wieder um auf Arbeit zu gehen. Und das bei so schönem Wetter wie heute. Ich weiss einfach nichts mit mir anzufangen in meiner Freizeit ausser Geld auszugeben: Anschaffungen fürs Auto, für die Wohnung (siehe Thema 470 € Mediamarkt oben!). Und wenn Ich dann raus gehe fahre Ich hunderte Kilometer an einem Tag mit dem Auto. Letzte Woche Freitag nach Feierabend in 6 h über 200 km im Dresdner Umland unhergegurkt oder am Wochenende davor auch so um die 150 km. Gestern Abend genauso, da war ich über Bannewitz, Dippoldiswalde bis nach Altenberg und an die Tschechische Grenze gefahren und wieder zurück. Ca. 100 km. Dann in Dresden am Güntzplatz geparkt und ein paar Stunden mit Peter telefoniert. Ein anderes Wochenende war Ich um Dresden herumgefahren: Riesa, Meissen usw. Wieder ein anderes mal ging es nach Bad Schandau, ins Kirnitztal, usw. Um Missverständnissen vorzubeugen; Ich fahre da aber nur spazieren! Ich steige nicht aus! Das wäre ja anstrengend! Das doofe daran ist ja aber auch: Das kost ja Geld, respektive Benzin! Ach ja….

Ich muss mal zusehen dass Ich Sachen finden kann die man besuchen kann, wo man auch so aus dem Auto aussteigt und so. Nur nix wo man so laufen muss. Siehe dazu weiter oben!

Wenn jemand Tipps hat was man in Dresden und Umgebung so alles machen kann, gerne her damit!

Ach ja. Mal sehen was das noch so gibt…

Ich bin jedenfalls froh dass Ich nun endlich mal den Arsch hoch bekommen habe und diesen Artikel geschrieben habe. Ich Will das wieder mehr in meinen Alltag einbauen.

Mein Dank gilt an dieser Stelle auch dem Silencer (http://silencer137.com) durch dessen Blog Ich mich seit ein paar Wochen von hinten nach vorne durchwühle. Das hat mir den Anstoss gegeben hier mal wieder was zu machen. Ich lese je generell sehr viele Blogs, nur zum schreiben dachte Ich habe Ich in meinem eintönigen Leben nichts. Nunja, Ich werde wie gesagt sehen wie sich das ändern lässt.

Geschrieben am Samstag, den 20.7. 2019, 13:00, redigiert am Sonntag, den 21.7.2019, 01:00

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