Endlich normal

Ach wie schön ist das, endlich „normale“ Arbeitszeiten. Wenn Ich da an meine Zeit während der Kochausbildung 2005 – 2008 denke. Oh mann. Nie wieder etwas anderes als 8 – 5! Ich liebe es. Samstags ausschlafen, In Ruhe Kaffee trinken und Zeitung lesen. Auch mal was frühstücken (Wenn denn was da wäre 😉 ). Einfach schön.

Ich weiss bis heute nicht was mich dazu veranlasste Koch zu lernen. Das war ja auch so ein Gehopse. Nachdem Ich meine 10. Klasse beendet hatte wusste Ich absolut nichts mit mir anzufangen. Ich stand unter dem Druck meiner Eltern endlich eine Ausbildung anzufangen und suchte verzweifelt nach einer Branche in die Ich passte. Ich erinnere mich gut an eine Schlüsselszene 2004 in der Ich weinend auf meinem Batt saß und mich für den Beruf des Landschaftsgärtners entschied da mir nichts besseres ein fiel. Heute weiss Ich dass meine Eltern es nicht böse meinten, sondern sich einfach nur Sorgen gemacht haben. Verständlicherweise. Nachdem Ich diverse erfolglose Bewerbungen verschickt hatte schickte mich das Arbeitsamt hier in Kaiserslautern ins Christliche Jugenddorf, einer Berufsförderungsmassnahme. Dort fand Ich eine Stelle bei der städtischen Gärtnerei für ein Praktikum als Landschaftsgärtner und musste ziemlich schnell feststellen, das das nichts für mich ist. Zu anstrengend und zu viel im Freien.

Danach machte Ich diverse Praktika, eines als Bäcker und als Koch. So fand Ich schiesslich in Kusel in einem Ausflugslokal eine Stelle als Koch. Mann was war das für eine Klitsche. Dort arbeitete Ich drei Monate über die Sommersaison und wurde dann dort entlassen wegen Arbeitsmangel. Später stellte sich heraus das dieser Betrieb das wohl immer so mache über die Sommermonate billige Azubis einstellen und danach zu feuern.

Im Anschluss fand Ich eine Stelle auch in einem Ausflugslokal an der Gartenschau in Kaiserslautern. Dort war Ich fast drei Jahre beschäftigt und wurde dort kurz vor Ende des dritten Jahres entlassen aufgrund Gästemangels und allgemeiner wirtschaftlicher Schieflage. Wobei Ich sagen muss dort nicht sehr viel gelernt zu haben. Darauf fand Ich eine Stelle bei einem Italiener hier in Kaiserslautern. Dort war Ich ein paar Monate beschäftigt und das war auch der erste Betrieb der mir geraten hatte diesen Beruf nicht weiter zu verfolgen, da er nicht meinen Talenten entspricht und nichts für mich wäre. Dort arbeitete Ich als Aushilfe bis mein Zivildienst anfing.

Das war auch eine tolle Zeit. Ich kam bei den Maltesern hier in Kaiserslautern unter und arbeitete dort im Bereich Essen auf Rädern und Hausnotruf. Was bedeutete in der Woche ein paar Hausnotrufgeräte anzuschliessen und zweimal gefrorenes Essen ausfahren. Montags in Kaiserslautern und Donnerstags Auswärts im Raum Homburg Pirmasens usw. Das war eine Klasse Zeit. Ich konnte meinen beiden Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Nichtstun und rumsitzen, sowie autofahren. Einfach toll!

Ja, nach neun Monaten war auch dieses Vergnügen zuende. Danach fand Ich eine Anstellung in einer Zeitarbeitsfirma. Mann was für ein Ding. Ich wurde als Produktionshelfer eingesetzt. Einmal in einer Brauerei, einmal beim Bau einer Holztrockungshalle in einer Palettenfabrik, und einmal als Beifahrer und Einsammler auf dem Müllauto. Mann was für eine Zeit. Schuften für 7,50 die Stunde.

Das ganze ging bis Dezember 2010. Währenddessen starb im Oktober 2009 mein Vater im Alter von 61 Jahren derart unvorhersehbar und überraschend, was uns auch in ein Loch stürzen ließ.

Danach war Ich von Dezember 2009 bis Januar 2011 arbeitslos. Bis Ich vom Arbeitsamt meine Umschulung zum Bürokaufmann bezahlt bekam.

Ja, so war das. Ich kann nur hoffen dass Ich im Februar nach meiner Ausbildung eine Stelle finde. Wenn nicht hier in Kaiserslautern dann woanders. Mittlerweile in Ich flexibel. Im Gegenteil, Ich will eher hier weg mich ein wenig abnabeln von Zuhause. Auf jeden Fall, sollte das klappen mit einer Stelle in Kaiserslautern werde Ich mir eine Wohnung hier in KL suchen und nicht mehr zuhause wohnen bleiben.

Nunja, mal sehen was sich so ergibt.

Ja, auch das ist schän an einem Samstag Morgen. In der Küche sitzen und bei einer Tasse Kaffee einen Artikel schreiben.

Heute wollen wir mal sehen ob wir einen Lattenrost finden. Das wäre nötig.

Mal sehen ob Ich was gescheites finde. Erst mal ne Dusche und noch eine Tasse Kaffee.

Nundenn, bis später,

Gruß

Philipp

 

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