Geburtstag

Ja, sechunddreissig Jahre alt bin Ich heute geworden. Meine Güte!

Was sagt das eigentlich über mich aus, dass Ich mich nun auch genau so alt fühle, wie Ich es bin?

Andererseits: Das bedeutet auch, dass Ich in vier Jahren vierzig bin. Das heisst, dass Ich nun noch vier Jahre Zeit habe, mich auf meine Half-Life-Crisis vorzubereiten. Ich denke, das sollte reichen. 

Ja, was war heute los? Nicht viel. Meine Tantencousine war da (die heisst bei mir so, weil sie eigentlich meine Cousine, also die Tochter der Schwester meines Vaters ist, aber da sie 10 Jahre älter ist als Ich war das schon als Ich noch ein Kind war immer die Tante soundso und nicht die Cousine), Ihr Mann und Ihre Tochter nicht. Es war eh nur ein kleiner Plausch an der Haustüre, so wie in den letzten Jahren schon immer. Als meine Groß-Cousine, also Ihre Tochter, Anfang Dezember Geburtstag hatte, was es umgekehrt genauso. Ihre Mutter und Ihr Vater, also meine Tante und mein Onkel, haben nur angerufen. Ausserdem riefen noch mein Cousin und seine Frau an und eine Freundin meiner Mutter. Die Kollegen gratulierten in der Team-Whatsapp-Gruppe.

Das wars eigentlich schon.

Heute Abend war Ich dann mit meiner Mutter, ganz gemütlich, alleine bei unserem Stammitaliener, hier im Dorf. 

Was sagt das eigentlich über mich aus, dass es mir gar nichts ausmacht, meinen Geburtstag nicht so „richtig“ gefeiert zu haben? So mit einem Wintergarten, der mit Gästen vollgestopft wurde, zwei großen Töpfen Bolognese oder Chili con Carne äääh, Ich meine Carne sin Chili (In meinem Chili sind nämlich gar keine Chilis drin, aber das ist mal ein Thema für einen separaten Artikel), usw. 

Früher (TM) haben wir das ja immer so gemacht bis mein Vater gestorben ist. Er war jemand der sehr gerne sehr groß gefeiert hat. Bei runden Geburtstagen wurde hier im Ort der große Saal gemietet, Catering bestellt, 50 Leute eingeladen usw. Ich und meine Mutter haben dann auch an unseren Geburtstagen immer so viele Leute eingeladen, weil man das halt so machte… Ausserdem ist es ja auch so, wer jemanden nicht zum eigenen Geburtstag einlädt, wird ja auch von dem anderen dann nicht zu dessen Geburtstag eingeladen. 

Doch mittlerweile…

Ich wüsste auch gar nicht, wen man da einladen sollte. Ich selber habe keine Freunde, wenn, dann wären es Freunde meiner Mutter, doch entweder sind diese Beziehungen mittlerweile so eingeschlafen, dass man sich nicht mehr gegenseitig zum Geburtstag einlädt oder es sind Leute, die Ich zwar mag, aber, ja, Ich weiss es doch auch nicht. Mir gibt das einfach nichts mehr diese Feierei. 

Dann lieber alleine mit Mama essen gehen oder ab und zu mal eine oder zwei Personen zum Essen einladen, so wie meinen Cousin und seine Frau oder eine Freundin meiner Mutter. Es ist ja auch so, dass wenn man so einen Geburtstag mit vielen Leuten feiert, das ja auch immer eine Menge Arbeit ist. Alles aus der Wohnung in den Wintergarten schleppen und wieder zurück, Tische richten und decken usw. Meine Mutter muss das ja dann immer direkt perfekt haben und alles so dekorieren und so. Mir würde es ja reichen, wenn wir ein paar karierte Tischdecken überwerfen und die Töpfe auf den Tisch stellen. 

Aber das ist ein anderes Thema. 

Nunja, jetzt bin Ich also mal wieder ein Jahr näher an der Rente die Ich wahrscheinlich eh nie bekommen werde, wie Ich so gerne sage. Jetzt noch 35 Jahre arbeiten gehen, und dann mit 71 direkt Grundsicherung beantragen oder besser gleich ins Gras beissen. Das sind doch mal Aussichten, was?

Anyway!

Hier hab Ich noch ein paar interessante Sachen zum 29. Januar zusammengetragen:

Ich bin heute Morgen gegen halb sechs, als Ich mal wieder nicht einschlafen konnte, zufällig auf den Wikipedia Artikel über den 29. Januar gestoßen.

Da dachte Ich mir, schau doch mal, wer so alles berühmtes zusammen mit dir Geburtstag hat.

Dort fand Ich dann So Leute wie:

  • Katharina von Bora, deutsche Reformatorin und Ehefrau von Martin Luther (1499)
  • W. C. Fields, US-amerikanischer Schauspieler (1880)
  • Ernst Lubitsch, deutsch-US-amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler, Oscarpreisträger (1892)
  • Heinrich Blücher, deutscher Autodidakt und Philosoph, Ehemann von Hannah Arendt (1899)
  • John Forsythe, US-amerikanischer Schauspieler („Immer Ärger mit Harry“) (1918)
  • Manfred Lehmann, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher (Bruce Willis, Gerard Depardieu, Dolph Lundgren, Kurt Russel, Michael Madsen, Rutger Hauer, u. v. m.) (1945)
  • Tom Selleck, US-amerikanischer Schauspieler (Magnum P. I.) (1945)
  • Guido Knopp, deutscher Historiker, Publizist und Moderator (1948)
  • Vincent Klink, deutscher Koch (1949)
  • Oprah Winfrey, US-amerikanische Talkmasterin (1954)
  • Robert Geiss, deutscher Unternehmer und Fernsehdarsteller (1964)
  • Martin Schmitt, deutscher Skispringer (1978)
  • Sarah Kuttner, deutsche Fernsehmoderatorin (1979)
  • Nils Bomhoff, deutscher Fernsehmoderator (Rocket Beans) (1980)

Gestorben sind an meinem Geburtstag auch ein paar Berühmtheiten:

  • Fritz Haber, deutscher Chemiker und Nobelpreisträger, Mit-Erfinder des Haber-Bosch Verfahrens (Massenproduktion von Stickstoffdünger), „Erfinder“ des Giftgases als Massenvernichtungswaffe im ersten Weltkrieg (1934)
  • Allen Welsh Dulles, US-amerikanischer Diplomat, Direktor der CIA und Mitglied der Warren-Kommission, jüngerer Bruder von John Foster Dulles, der ab 1953 Außenminister der Vereinigten Staaten wurde. (1969)
  • O. W. Fischer, österreichischer Schauspieler (2004)
    Ephraim Kishon, ungarisch-israelischer Schriftsteller und Journalist (2005)

Ausserdem passierten am 29. Januar noch die folgenden erwähnenswerten Dinge: 

  • 1886: Carl Benz meldet sein Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb (Benz Patent-Motorwagen Nummer 1) zum Patent an.
  • 1929: Der Roman Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque kommt in den Handel. Seine Erstauflage ist durch Vorbestellungen sofort vergriffen.
  • 1956: Am Schauspielhaus Zürich wird Friedrich Dürrenmatts „tragische Komödie“ Der Besuch der alten Dame mit Therese Giehse in der Hauptrolle uraufgeführt. Das Stück wird in der Folge zu einem Welterfolg.
  • 1958: Der bereits im Vorjahr mit dem Louis-Delluc-Preis ausgezeichnete französische Kriminalfilm Fahrstuhl zum Schafott von Louis Malle mit Jeanne Moreau in der Hauptrolle erlebt seine Uraufführung.
  • 1959: Der Zeichentrickfilm Sleeping Beauty (Dornröschen) der Walt Disney Company mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hat seine Uraufführung in den USA.
  • 1979: Die sechzehnjährige Brenda Ann Spencer tötet bei einem Amoklauf in ihrer Schule in San Diego zwei Personen und verletzt neun weitere. Ihre Begründung für die Tat inspiriert Bob Geldof zu dem Lied I Don’t Like Mondays, welches ein großer Hit für seine Gruppe The Boomtown Rats wird.

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Tja, ein paar berühmte Namen haben da mit mir zusammen Geburtstag, aber dass ausgerechnet der Amoklauf von Brenda Ann Spencer (Ich liebe dieses Lied!) auf den Tag genau acht Jahre vor meinem Geburtstag war, das war mir neu!

Und Fahrstuhl zum Schafott muss Ich mir auch unbedingt mal wieder ansehen! Der ist alleine schon wegen der Filmmusik von Miles Davis sehr sehenswert!

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Nun gut, so will Ich nun niemanden weiter mit solchen Sachen langweilen. 

Ich werde den Abend nun noch ein wenig ausklingen lassen und mich seelisch und moralisch auf meine Fahrt nach Dresden vorbereiten, wo Ich in der kommenden Woche mal nach dem rechten sehen will.

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