Urlaub und anderes Chaos

Ja, da komme Ich also gerade aus dem Urlaub zurück, war bis zum Sonntag auch recht erholt und bin nun aber nach zwei Arbeitstagen schon wieder müde, kaputt und KO. Ich könnte den ganzen Tag schlafen. 

Das liegt einerseits an der “Tortour vom Sonntag” über die Ich gleich schreiben will, andererseits aber auch ein wenig an meiner Firma. 

Am Montag fand Ich in meinem Posteingang eine Rundmail in der man schrieb dass man sich, wegen der viel zu vielen Kundenanfragen die wir im Moment bekommen, dazu entschlossen hat  einfach alles was älter ist als eine Woche automatisch zu schliessen. Wenn der Kunde dann merkt dass er keine Antwort bekommt wird er schon nachhaken, oder noch besser: aufgeben! Super!

Da hat meine Firma sich ja mal wieder was tolles ausgedacht wie man seine Kunden verärgern kann. Und wer kriegt den Ärger dann ab? Hrmpf…

Dass wir mit den Anfragen nicht hinterher kommen, könnte vielleicht daran liegen dass man in den letzten Jahren ca. die Hälfte des Kundendienstes entlassen hat. Keine Ahnung, nur so ein Gefühl! 

Doch jetzt hab Ich gehört dass man die tolle Idee hat, einfach neue Leute einzustellen, damit man das große Pensum an Arbeit bewältigen kann. Super! Zum Glück muss man neue Mitarbeiter nicht anlernen, die setzt man einfach hin und sofort können sie alles!

Ja, Ich weiss auch nicht. Diese Mätzchen, das grosse Arbeitspensum, die geringe Wertschätzung von “denen da oben”, die Entscheidung uns für immer im Homeoffice zu lassen und so weiter, und so fort, das alles trägt im Moment sehr viel dazu bei mir so eine “mir alles scheissegal” Haltung zuzulegen, ohne schlechtes Gewissen. 

Da hat man dann irgendwann auch keine Schuldgefühle mehr wenn man sich mal eine halbe Stunde auf Spiegel Online verdingt während der Arbeitszeit, oder mal ein Nickerchen von einer viertel Stunde macht. Merkt ja eh keiner im Homeoffice. 

Oder wenn ein Kunde uns einen Schaden in Rechnung stellt bei dem die Rechnung die wir Ihm dann begleichen sollen höher ist als der ursprüngliche Schaden. Egal.

Oder ein Anliegen des Kunden ist eigentlich berechtigt und Ich hab die zwei Möglichkeiten “Standardablehnung” oder “genauer ansehen”. Egal, erst mal ablehnen. Geht schneller. 

Oder Ich hab keinen Bock eine bestimmte Art von Anfrage zu bearbeiten. Egal, irgend ein anderer Depp wirds schon machen, oder auch nicht. Scheissegal!

Ganz kann Ich da meine Schuldgefühle der Firma gegenüber aber nicht abschalten, denn eigentlich widerstrebt es meinem Naturell so zu arbeiten. Ich meine, Ich bin die ganzen Jahre ja wirklich gerne zur Arbeit gegangen und mir hat der Job auch Spass gemacht. Vor allem waren die Kollegen sehr nett. Dass Ich die nun nicht mehr täglich sehe trägt viel zu meiner Verbitterung bei. 

Andererseits hat gerade meine Vorgesetzte aus dem Krankenstand angerufen und meinte Ich solle mich nicht stressen lassen und schön langsam machen (denn wenn Ich einmal an der Arbeit dran bin dann kann Ich auch eine Anfrage nach der anderen “keulen” als gäbe es kein morgen), die Firma soll ruhig mal merken dass wenn Sie über die Hälfte des Kundendienstes rausschmeisst dass es dann eben NICHT mehr funktioniert.

Ja, das sind so die Sachen die mir im Moment das Arbeitsleben vermiesen. Ich bin echt mal gespannt wo das alles noch hinführen soll…

Was war noch? Ach ja: Urlaub, oder sollte Ich besser “Urlaub” schreiben?

Ja, Samstag vor zwei Wochen hab Ich voller Vorfreude mein Auto beladen um mich am Sonntag, ohne viel Schwerlastverkehr auf der Autobahn, auf den Weg gen Heimat zu machen. Zwei Wochen Urlaub bei Mama!

In Kaiserslautern dann konnte Ich die Zeit nutzen um mich zu entspannen, zu chillen, Mamas gutes Essen zu geniessen, meine Tante und ein paar alte Freunde der Familie besuchen, meinen Cousin zum Essen einzuladen usw. 

Die meiste Zeit verbrachte Ich mit im Bett liegen und Filme / Videos schauen, im Wintergarten sitzen und dabei Pfeife rauchen und Filme / Videos schauen oder mit Mama im Wohnzimmer um dort Filme zu schauen. Ach ja, ein richtiger Erholungsurlaub. 

Ein “kleiner” Teil des Urlaubs nahm auch der Nachlass meines Onkels in Anspruch der ja zwischen den Jahren verstorben ist. Zu Hause hatte Ich dann auch erfahren dass meine Cousine mittlerweile eine Seebestattung organisiert hatte und mein Onkel schon „beerdigt“ wurde. 

Ja, mein Onkel war ja leider, wie man aus dem einen oder anderen Posting hier bereits herauslesen konnte, nicht gerade jemand der sich gerne mit “Papierkram” beschäftigte. Ich versuchte mir also darüber einen groben Überblick zu verschaffen, was leichter gesagt war als getan. Aus allen möglichen Ecken der Wohnung habe Ich Papiere gezogen: Aus Schubladen, aus Einkaufstüten, aus Schränken, aus Stapeln auf dem Sideboard, aus Müllsäcken in der Abstellkammer, und so weiter und so fort. Das alles hatte Ich dann über mehrere Tage erstmal grob vorsortiert. Das Problem hierbei war, dass man sich wirklich jedes Blatt einzeln ansehen musste. Hinter einem Schulzeugnis lag eine Rechnung, dahinter eine Mahnung, dann kam ein Bussgeldbescheid und ein Liebebrief sowie eine Werbung der Versicherung usw. So ging das die ganze Zeit Stapel für Stapel. Schrecklich! Man musste jeden Zettel einzeln umschichten weil in einem Briefumschlag mit Werbung auch noch eine Lohnabrechnung sein konnte oder ein Versicherungsschein. Es war wirklich ALLES komplett durcheinander. Sowas hab Ich noch nie gesehen. 

Mein Onkel hatte ja ansonsten seine Wohnung immer tipp topp in Ordnung gehalten und geputzt. Da kannste nicht meckern. Aber der Papierkram…

Ja, über mehrere Tage hab Ich da also erst mal Sortiert. Danach hab Ich versucht mir einen Überblick zu verschaffen. Wo sind welche Schulden, wo ist die Restschuldversicherung bei Todesfall von der er erzählt hat, was gehört wohin, was gibt es für Versicherungen, usw. 

Ein Bild sagt manchmal mehr als 1.000 Worte…
Ich bin am Ende nicht durchgestiegen. Dazu waren die Papiere einfach zu sehr unsortiert und lückenhaft. Ich musste ungeöffnete Briefe aus den letzten 8 Jahren aufmachen und durchschauen. Oh Mann…

Am Ende hab Ich das was irgendwie wichtig sein könnte einigermassen sortiert abgeheftet und den Rest in die Tonne gekloppt. 

Dennoch läuft es darauf hinaus dass wir das Erbe ausschlagen werden. Man kann einfach nicht sagen ob und was da jetzt ggfs. noch an Schulden da ist oder nicht. Ach ja…..

Ja, ansonsten wie gesagt war der Urlaub recht schön. Ich konnte mich gut erholen und war froh endlich mal wieder Menschen um mich zu haben. Die lange Zeit im Homeoffice zehrt so langsam an meinen Nerven.

Doch was nützt der schönste Urlaub wenn die Heimreise mal wieder schief geht!

Ja, Am Sonntag in der Früh hab Ich in aller Ruhe mein Auto beladen. Meine Tante, also die ältere Schwester meines Vaters, rief an und meinte ob Ich wirklich fahren wolle, laut Nachrichten und Wetterbericht gäbe es schwere Schneefälle (in NRW wo Ich ja nicht hin wollte) und auch im Osten. Ich meinte nur dass Ich ja Montag wieder arbeiten müsse und daher keine Wahl hätte als zu fahren. Ein wenig, das muss Ich zugeben, hab Ich mich da ja verunsichern lassen, obwohl Ich was das Autofahren auch bei widrigsten Wetterbedingungen angeht, ja nie Scheu hatte. 

Gegen 12 Uhr Mittags ging es dann also los. Ich fuhr bis Bad Hersfeld um dort an einer Tankstelle in Friedewald zu tanken. Ich hatte sonst öfter Probleme dass eine Tankfüllung nicht für die ganzen 600 km reicht und wollte nun in Zukunft bei ca. der Hälfte der Strecke nachtanken. Da hab Ich mir auf Google Maps eine Tanke abseits der Autobahn gesucht, die ja meistens günstiger sind als die Raststätten, um dort dann eine Tankpause einzulegen. 

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann weiter. 

Der Schneefall wurde stärker je weiter Ich gen Osten kam, trotzdem waren die Autobahnen im Westen schlechter geräumt als in Thüringen. 

Dennoch ging es gut und zügig voran. Es lag zwar ein wenig Schnee, die Autobahn war aber nicht glatt oder vereist. 

Und kalt war es nur draussen, einer funktionierenden Heizung sei Dank. 

Kaum war Ich Sachsen drin waren alle Strassen frei. Hier ein Bild bei Crimmitschau.

Ja, doch war es mir nicht vergönnt meine Reise ordungsgemäss zu Ende zu bringen. In der Nähe von Frankenberg zog Ich gegen viertel vor sechs mein Auto raus auf den Parkplatz Auerswalder Blick um Scheibenwischwasser aufzufüllen. Das dauerte knapp eine Minute bevor es direkt weiter ging. Kaum auf der Bahn nahm mein Polo kein Gas mehr an und die Drehzahl ging in den Keller. Ich konnte mich noch auf den Standstreifen rollen lassen und versuchte neu zu starten. Strom war da aber der Motor zuckte nicht mal. Nur der Anlasser “orgelte”. Na toll!

Zum Glück hatte Ich das ideale Wetter für eine Panne erwischt und zum Glück hatte Ich meine Halbschuhe an und nicht die Winterstiefel!

Ja, was macht man da also: Ich hab den ADAC angerufen und um Hilfe gebeten. Die meinten sie schicken jemanden. Kurze Zeit später bekam Ich einen Anruf vom Pannendienst, der mich nach den “Symptomen” fragte. Recht schnell stellte sich bereits am Telefon heraus dass das wohl nichts ist was man vor Ort reparieren kann. Er könne mich nur in die nächste Werkstatt schleppen. Ich verneinte und bedankte mich. Also rief Ich die Pannenhotline meiner Versicherung an. Dort schickte man mir einen Abschlepper der mein Auto auflud und nach Chemnitz holte. Das dauerte natürlich eine Weile, währenddessen Ich mir die Füsse im Resch in meinen Halbschuhen eingefroren habe. 

Der Abschlepper organisierte mit meiner Versicherung zusammen dann noch einen Mietwagen für mich so dass Ich noch taggleich nach Hause kommen würde. Der Notdienst von Europcar konnte hier aushelfen. 

Also ging es per Taxi vom Abschleppdienst zum Autovermietung. Um 9 Uhr Abends war Ich dort. 

Dort war der Mann vom Notdienst auch überaus freundlich. Während wir den Papierkram machten heizte das Auto auf und kurze Zeit später konnte es weitergehen. Der Mann lotste mich sogar noch zurück zum Hof des Abschleppers, da das Auto kein Navi hatte und mein Handy, dessen Akku eh nicht mehr der beste ist, wohl nun durch das warten in der Kälte auch noch einen “Winterschaden” bekommen hat von dem es sich Stand heute auch nicht mehr zu erholen scheint. Beim Abschleppservice habe Ich dann das nötigste umgeladen (Bettdecke und Kissen, Klamotten, Kaffeemaschine, Tabak und Pfeifen, usw.) und machte mich auf dem Weg nach Hause. 

Die Autobahn war in der Zwischenzeit vollends verschneit, es war nun schon halb elf.

Im Schneckentempo ging es heimwärts, meistens mit 50 selten mit 80 km/h.

Kurz hinter Chemnitz klemmte Ich mich direkt hinter einen Schneeräumer und überholte Ihn nicht. Er lotste mich sicher auf einer freien Strasse bis nach Dresden. 

Kurz vor 12 Uhr Nachts, also mal wieder 12 Stunden nach Abfahrt in Kaiserslautern, war Ich dann zu Hause. 

Nach einem kurzen Telefonat mit Mama ging es direkt ab ins Bett, 9 Stunden später sollte der Wecker klingeln…..

In der Nacht und am kommenden Montagmorgen schneite es noch einmal kräftig

Montags war Ich den ganzen Tag so groggy dass Ich mich auf Arbeit kaum konzentrieren konnte. Nach Feierabend ging dann auch nicht mehr viel. 

Gestern am Dienstag dann machte Ich eine kleine “Bunkerfahrt” zu vier verschiedenen Nettos um mir ein paar haltbare Lebensmittel (Instantnudeln, Kaffee, Milch, Cornflakes) zu besorgen, da Ich den Leihwagen spätestens Freitag wieder abgeben muss und nicht weiss wie lange das mit der Reparatur meines Polos dauert. Wenn das mit dem Schneewetter so weiter geht hab. Ich keinen Bock zu Fuss einkaufen zu gehen. 

Ja, nun muss Ich mal sehen wie das weitergeht. Ich bin echt gespannt was der Scheiss diesmal wieder kosten wird!

Ich glaub Ich brauch schon wieder Urlaub…..

2 Comments

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2 Responses to Urlaub und anderes Chaos

  1. Alter, Du hast aber auch immer ein Glück… Aber gut, das Wichtigste ist, dass Du heil nach Hause gekommen bist!

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